Platte gemacht

Der nächste Meilenstein der Gartengestaltung ist erreicht – die Terrasse ist fertsch! Bereits im Winter haben wir uns auf einer Gartenmesse ein paar formschöne Betonplatten ausgesucht und mit gutem Messe-Rabatt frühzeitig geordert. „Beton“ klingt erstmal ganz schön trist und langweilig. Aber es ist erstaunlich, was selbst bei schnödem Beton in puncto Farben und Formen schon alles möglich ist! Wir haben einen mit 40 x 20 cm relativ kleinen Stein in Holzoptik auserkoren:

Vorteil: der Stein lässt sich leicht wuchten & verlegen (Das ist nicht zu unterschätzen!) und hält durch 6cm Stärke so mancher Belastung stand. In wie fern ein eingefärbter Betonstein nach Jahren auch noch genau so aussieht, wird wohl nur die Zeit zeigen. Nun ging es jedoch optimistisch an die Arbeit. Bevor die Steinchen jedoch hübsch aneinandergereiht werden konnten, war es ein langer und – im wahrsten Sinne – steiniger Weg. Denn zunächst müssen Untergrund und Randeinfassung vorbereitet werden.

Einen soliden und witterungsbeständigen Untergrund bildet hier eine mindestens 20cm starke Schicht aus Beton-Recycling / Prokter, der in Schichten aufgetragen und mit einer Rüttelplatte verdichtet wird. Hierbei sollte bereits ein Gefälle von 1-2% vom Haus weg beachtet werden.

Anschließend haben wir für bessere Stabilität eine Randeinfassung gezogen. Wir entschieden uns hier für 4cm starke Kantensteine in passendem anthrazit. Für die Abgrenzung wurde zunächst einen entsprechender Graben ausgeschachtet und die Borde dann liebevoll in ein Betonbett gewuchtet, ausgerichtet (wieder Gefälle beachten) und abschließend mit einer Betonschürze stabilisiert. Da kann später keine noch so wilde Terrassenplatte mehr entfleuchen!

Nun ging es an das Fine-Tuning: Dazu haben wir eine 3-5cm dicke Schicht Basalt-Splitt aufgetragen, um eine stabile Grundlage für die Platten bei gleichzeitig guter Wasserversickerung zu schaffen. Beim Glätten / Abziehen des Splittbettes ist nun besonders viel Feinarbeit nötig, da die Terrassenplatten dort nur noch heraufgelegt und dezent ausjustiert werden.

Dementsprechend durfte danach – zu ihrem Leidwesen – auch unsere trampelige Boxer-Wuchtbrumme die Fläche nicht mehr betreten…

Nun kam der finale Part, der es aber durchaus nochmal in sich hatte: das Aufbringen der Terrassenplatten. Je nach Form und Größe der Steinchen sollte man hier bereits ein Verlegemuster im Kopf oder auf Papier haben. In unserem Fall war’s dann nicht ganz so schwer – wir haben im Wechsel mit einem ganzen und einem halben Stein begonnen. Das Ganze macht man dann in unserem Fall für läppische 225 Steine. Die letzte Reihe war besonders anspruchssvoll / nervig, da hier jeder Stein zugeschnitten werden musste – danke dafür an Schwiegerpapa! Zu guter Letzt haben wir dann noch wasserdurchlässigen Fugensand (0-2mm Körnung) in die Fugen geschabt.

Als Ergebnis haben wir nun ein ebenes Plätzchen zum Sitzen, Grillen & Chillen 😉 Damit die fiese Kante verschwindet, werden wir im kommenden Jahr mit Mutterboden und Rasenaussaht einen seichten Übergang schaffen.

Leider ist die Verlegearbeit für dieses Jahr noch nicht getan. Denn im Sommerurlaub wartet noch eine weitere Fläche darauf, versiegelt zu werden – nämlich die Stellfläche für einen 8-eckigen Pavillon. Es wird also noch einen Tick anspruchsvoller und wir werden natürlich berichten 🙂


Für alle Häuslebesitzer, die selbst eine Terrasse bauen wollen, mal grob die Eckdaten:

  • Größe: 3 x 6m
  • Betonrecycling: ca. 100€ Kosten; 10-12h Aufwand
  • Borde + Zement: 100€ Kosten; 3-5h Aufwand
  • Splittbett: 100€ Kosten; 3-5h Aufwand
  • Beton-Terrassenplatten: 400€ Kosten (bei 20€/m²); 12-15h Aufwand
  • Fugensand: 10€ Kosten; <1h Aufwand
  • IN SUMME 30-40 Stunden Arbeitsaufwand bei ca. 700€ Kosten

 

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