Grünzeug 2.0

Nach einem viel zu langen Winter meldet sich nun mit voller Wucht der Frühling zurück – Zeit wird’et aber auch! Nun also endlich wieder Schippe, Spaten und Harke aus dem Schuppen gekramt, noch die Wund- und Heilsalbe gegen fiese Schwielen zurechtgelegt und schon kann’s losgehen! 🙂

Nachdem wir letztes Jahr bereits großflächig Rasen gesät hatten, kam nun das dringende Bedürfnis auf, den Paradies-Garten weiter zu begrünen und zu gestalten. Nächster Tagesordnungspunkt: die Hecke. Bislang war unser Eckgrundstück nur an der Flanke zur Straße durch eine 1,80m breite Eiben-Hecke begrünt, die sich aber nicht mal bis zum hinteren Teil des Grundstücks erstreckt. Daher ging es nun daran, den „grünen Wall“ zu erweitern. Der Einheitlichkeit halber lag natürlich nahe, hier weiter mit Eibe aufzuforsten. Die ist jedoch im Allgemeinen ziemlich giftig und wuchert unnötig breit aus. Davon wollten wir nicht unbedingt noch mehr im Garten herum zu dümpeln haben. Nach einiger Recherche haben wir uns daher entschieden, die Grundstücksgrenze mit einer Thuja Smaragd („Lebensbaum“) stilvoll zu befrieden. Diese Gattung ist ganzjährig grün, wächst mit ca. 15-25cm im Jahr recht flott in die Höhe und geht nicht allzu sehr in die Breite – Check!

Da die Pflanzung mit 2-3 Pflanzen pro lfd. Meter recht eng erfolgen muss, mussten wir da gleich mal einen ordentlichen Schwung von knapp 90 Pflanzen bestellen. Da machen Preisunterschiede von 2-3 Euro pro Stück schon eine ganze Menge aus. Die mit Abstand besten Preise haben wir beim Niederländischen Pflanzenversand mypalmshop.com gefunden und dort sogleich ein paar Paletten vom grünen Stoff bestellt. Der Shop war bzgl. mehrmaliger, frostbedingter Liefertermin-Verschiebungen unsererseits sehr kulant und die Qualität der Pflanzen ist auch einwandfrei. Also, grünen Daumen hoch! 🙂

Nun ging es an die Vorbereitung: Da die Thuja wie erwähnt ziemlich dicht gesetzt werden muss, hat das buddeln einzelner Löcher für jede Pflanze für uns irgendwie wenig Sinn gemacht. Also haben wir einen kleinen Schützengraben entlang einer Richtschnur parallel zum Zaun ausgehoben …

Der Graben ging etwa 10-15cm tiefer als die Ballenhöhe der Pflanzen, damit unterhalb der Wurzeln noch etwas Kompost Platz finden konnte – quasi als kleines Nährstoff-Depot für den Anfang.

Nun konnten sich die kleinen Setzlinge erwartungsvoll nahe ihrem Standort für die nächsten Jahrzehnte postieren (außer der neugierige Fell-Setzling im Bild):

Beim Setzen der Thujas (Thuji? Thujetten?) war dann gar nicht mal so viel zu beachten – eigentlich nur die Setzabstände einhalten und entlang der Flucht grob prüfen, ob die Pflanzen auch halbwegs gerade und in einer Reihe stehen. Den Graben haben wir dann mit billiger Gartenerde aus dem Baumarkt und dem Aushub aufgefüllt.

Dann war eigentlich nur noch großzügiges Gießen angesagt. Den Boden kann man abschließend noch mit Rindenmulch bedecken, damit er nicht so schnell an Feuchtigkeit verliert und das Unkraut weniger ambitioniert  durchzuwuchert.

Wie lange es nun dauern wird, bis aus den einzelnen Pflanzen eine dichte, zusammenhängende Hecke erwächst, hängt im Allgemeinen von der Größe der Setzlinge ab. In unserem Fall waren die Sprösslinge bereits 100 bis 120cm hoch, so dass die Hecke in 3-5 Jahren sicherlich schon ihrem Namen gerecht wird.

Wieder ein kleines Vorhaben geschafft. Nächstes Garten-Projekt: Hochbeet oder Terrasse…

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