Gemütlicher Unterschlupf – Teil 1

Im Rekord-Sommer 2018 beschäftigte uns ein doch ziemlich großes Gartenprojekt, welches sich – wie sich erst mit der Zeit herausstellte – noch weit ins nächste Jahr erstrecken wird. Wir haben uns nämlich einen schneeweißen, 8-eckigen Holzpavillon in den Garten gestellt. Warum ein Pavillon? Wir fanden, dass eine große, schattenspendende Markise im Terrassenbereich die Friesen-Fassade eher verschandeln als bereichern würde. Da schafft ein hölzerner Pavillon durchaus stilvolle Abhilfe in puncto Schattenplätzchen 😉 So ein Unterschlupf hat zusätzlich den Charm, dass auch Wind und starke Regenschauer keinen Grund zur Panik aufkommen lassen. Also: Schluss mit der Schwärmerei und ran an’s Werk!

Nachdem in unserer hügeligen Gartenlandschaft eine passende Stelle auserkoren wurde, haben wir unter (fast) akribischer Maß- und Nivellierarbeit acht (fast) quadratische Fundamentsockel mit (fast) formschönen H-Ankern in den Boden geflanscht:

Bereits einige Wochen vor Baubeginn haben wir den auserwählten Pavillon namens „Betty“ bestellt. Dieses Modell der Firma Palmako wird exklusiv in Estland gefertigt (warum auch immer) und dafür waren daher mal eben 4-6 Wochen Lieferzeit angesetzt. Nach bereits 3 Wochen erreichte uns eine wuchtige, gut verpackte Palette mit vielen gehobelten, aber unimprägnierten Bauteilen als Tetris-Bausatz.

Nun ging es an die sicherlich entspannteste, aber zugleich auch lästigste Tätigkeit – das Streichen von ca. 300 Holzteilen – JEDES Teil einmal grundieren und zweimal streichen. Zum Glück hatten wir hier ausgiebige Hilfe von Eltern und Nachbarn – dickes Dankeschön dafür 🙂

Der darauf folgende Aufbau ist zu Zweit normalerweise innerhalb von 1-2 Tagen problemlos zu bewältigen. Hier haben mein Nachbar Steffen und ich auch motiviert losgelegt…

Dumm ist halt nur, wenn man beim Aufbau feststellt, dass in der Dachkonstruktion exakt eine Reihe Bretter fehlt. Das fiel uns in der Tat sehr „früh“ auf … aber wer zählt schon hunderte Teile vorher ab?! So war dann nach gut der Hälfte vom Dach erstmal Schluss…

Also hieß es: Reklamieren und wieder 3-4 Wochen warten – so kriegt man den Sommer natürlich auch schnell rum. Irgendwann waren die Teile dann aber geliefert und das Dach konnte vollendet werden. Die vorerst letzte Aktion – das Eindecken des Dachs mit wenig hübscher, aber durchaus zweckgemäßer Dachpappe – ging dann auch recht flott vonstatten.

Jetzt fehlen noch zwei fundamentale Elemente, um dem Pavillon den letzten Schliff zu verleihen. Zum Einen bekommt das Dach noch stilerprobte Bieberschwanz-Bitumenschindeln und Zierleisten verpasst – allerdings erst im kommenden Frühjahr, da die Schindeln bei viel Wärme und Sonneneinstrahlung verkleben müssen. Zum Anderen hält der Pavillon-Bausatz ganz im Südstaaten-Stil noch Holzgeländer bereit, für die wir vor der Montage noch den Untergrund (Terrassenplatten) fertigstellen wollen – quasi als Herbstprojekt zum Ausklang der Outdoor-Saison.

Nun steht aber wenigstens schonmal eine praktische Überdachung, unter der die Gartenmöbel und der eine oder andere Igel oder Waschbär überwintern können 😉

 


Hier mal wieder ein paar harte Fakten für alle, die ein ähnliches Vorhaben auf dem Plan haben:

Produktinfos

  • Produktbezeichnung: Palmako Pavillon „Betty“
  • Grundfläche: 18m²
  • Maße (B/T/H): 4,65m / 4,65m / 3,46m
  • Material: Holz (Fichte)
  • Lieferumfang: Holzteile, Schrauben, Bodenanker, Dachhaube
  • Preis: ca. 2.000€
  • Optional bestellbar: Holzfußboden (600€)
  • Separat erforderlich: Dachpappe, Dachschindeln, Imprägnierung, Lasur / Farbe

Aufbauinfos

  • Imprägnierung und Deckfarbe (weiß): 250€ Kosten bei Markenprodukten; ca. 15-20h Aufwand bei einer Person
  • Zement für die Pfosten: 50€ Kosten; 4h Aufwand
  • Boden: 700€ Kosten für Holzboden (inkl. Imprägnierung und Lasur) oder 800€ Kosten für Terrassenplatten (Details s. Beitrag Platte gemacht)
  • Pavillonaufbau: 800€ Kosten bei Aufbau-Service oder 12-16 Stunden als Selfmade-Projekt (2 Personen zwingend erforderlich!)
  • Dachpappe: 50€ Kosten; 2-3h Aufwand für 2 Personen
  • Dachschindeln: 200€ Kosten; 7-8h Aufwand für 2 Personen (Schätzung)
  • Das Gesicht vorbeilaufender Passanten: unbezahlbar
  • IN SUMME werden es bei uns dank so einiger tatkräftiger Hilfe „nur“ ca. 40 Stunden Arbeitsaufwand bei ca. 2.500€ Kosten (ohne Boden) sein

 

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