Ein Jahr nach dem Einzug

Nun ist seit dem Einzug ziemlich genau ein Jahr vergangen und wir haben für uns mal revue-passieren lassen, welchen Wandel Haus und Garten in dieser Zeitspanne so über sich ergehen lassen mussten.

Nach dem Einzug

Die Zeit nach dem Einzug ist ja erfahrungsgemäß nicht ganz stressfrei – da ging es uns nicht anders. Die Helferlein hatten beim Einzug die penibel beschrifteten Kisten & Möbelteile in die jeweiligen Zimmer verteilt. Nun mussten aber noch Abstell- und Ablagemöglichkeiten für den Inhalt besagter Kartons geschaffen werden. Den größten Aufbauaufwand offenbarten uns hier der große Ikea-Kleidercontainer „Pax“, das Ehebettchen (was durch ein fehlendes, aber tragendes Teil dann gleich mal beim ersten Liegeversuch in sich zusammengebrochen ist) sowie Wohnzimmer-Schrankwand und Billy-Regalsystem im Büro – das war’s auch schon. Selbst Neuanschaffungen von Möbeln hielten sich nach dem Einzug erstmal in Grenzen – im Prinzip mussten wir nur die beiden Badezimmer neu „vermöbeln“, da Kinder- und Gästezimmer aus Zeitgründen erstmal vertagt wurden.

Also konnten wir nun erstmal gepflegt die Füße hochlegen…

Die Erleuchtung

Als durchaus spannendes Unterfangen stellte sich die „Erleuchtung“ des Hauses heraus. Innen sollten nämlich nun die „Russischen Kronleuchter“ (Lampe=Strippe+Fassung+Glühbirne) durch optisch etwas ansprechendere Leuchten im Landhaus- und Retrostil ersetzt werden – sowas ist irgendwie chic, dachten wir uns 😉 Einen Teil der Lampen hatten wir bereits vor dem Umzug besorgt bzw. kam aus der alten Wohnung mit und für den verbleibenden Teil wollten wir erstmal das Gesamtbild der Einrichtung auf uns wirken lassen.

Hier mal ein kleiner Eindruck der auserwählten Lampignons:

Im Außenbereich des Friesenbunkers hinterließen uns die Elektriker ebenfalls nur lässig aus dem Gemäuer rankende Kabelagen, so dass wir auch hier mit klassischen Lampen für Erleuchtung rund ums Haus gesorgt haben.

Den ökologischen Gesichtspunkt möchten wir an dieser Stelle nicht unerwähnt lassen: Alle Lampen kamen uns nur mit stromsparenden LED-Leuchtmitteln ins Haus. Das macht so eine Stromrechnung am Jahresende spürbar erträglicher.

Die Entwässerung

Obwohl uns das Haus schlüsselfertig übergeben wurde und daher für sämtliche Folgeaktivitäten augenscheinlich keine übermäßige Eile geboten war, mussten wir einen Missstand am Haus zeitnah beheben – nämlich die nicht vorhandene Entwässerung über die Fallrohre der Regenrinnen. Die Rohre endeten dreisterweise bereits 30cm über dem Boden und das Regenwasser konnte sich somit fröhlich seinen Weg entlang des Hauses bahnen. Das ist für die Substanz natürlich auf Dauer wenig förderlich und musste von uns mit einer kleinen, aber durchaus spaßigen Baggeraktion behoben werden. Wir haben also abgehend von allen vier Fallrohren mehrere Meter Drainage vom Haus weggelegt:

Das war verbunden mit der Hoffnung, dass das Regenwasser sich so seinen Weg ins Erdreich bahnen möge. Die heftigen Regenfälle im Jahr 2017 haben uns leider – zumindest an einer der vier Seiten – eines besseren belehrt. Dort sinkt am Ende des Drainagerohres der Boden gern mal ab, da die „Fluten“ nicht so schnell versickern können, wie das Wasser nachgeschossen kommt. Hier werden wir demnächst wohl noch mal einen Sickerspeicher installieren müssen.

Details und Bilder zur Bagger-Aktion gibt’s hier: Bagger fahren!

Die Einebnung

Unweit nach dem Einzug begann auch schon die Jahreszeit, bei der man sich trotz schönem neuen Häusle lieber draußen anstatt drinnen aufhält. Leider machte das Außengehege durch den großen Erdhaufen vom Aushub noch einen wenig einladenden Eindruck:

Wir haben uns daher entschlossen, den großen Haufen mit maschineller Unterstützung durchsieben und gleichmäßig auf dem Grundstück verteilen zu lassen. Leider hatte die hierfür beauftragte Firma die Arbeiten nicht in der Qualität ausgeführt, wie wir uns das vorgestellt hatten:

Es entstand eine wilde Kraterlandschaft, die bestenfalls zum Motocross geeignet gewesen wäre, nicht aber als Basis für einen gepflegten englischen Rasen 😉 Wir haben dann noch probiert, mit Schippe und Harke das gröbste Unheil zu beseitigen…

Das große Etappenziel war jedoch, die gesamte Fläche saftig zu begrünen. Sowas geht natürlich auf einem Sand-Dreck-Bodengemisch eher schlecht als recht, daher haben wir uns vernünftigen Mutterboden anfahren lassen. Ein Baggerfahrer, der zeitgleich die Bodenarbeiten an unserer angrenzenden Straße gemacht hat, war so nett, uns den Mutti-Boden gleichmäßig zu verteilen. Dabei hat er gleich noch versucht, die gröbsten Schäden der missglückten Einebnung zu korrigieren. Es entstand gefällebedingt zwar immernoch keine Ebene Fläche, aber dafür eine eine feinhügelige Landschaft im Teletubbie-Style.

Passender Beitrag zu der Erdbauaktion: Aktion Auenland – Teil 1

Die Rasenaussaht

Damit das Ganze nun auch wie eine saftig-grüne „Teletubbie“-Wiese aussieht, haben wir anschließend die Rasenaussaht vorgenommen.

Mit etwas Dünger, Sonneneinstrahlung und Wasser sah das Ganze dann schon nach wenigen Wochen ziemlich grün aus:

Das Spektakel gibt’s im Beitrag Aktion Auenland – Teil 2 dann nochmal etwas detaillierter 😉

Die Hundehütte

Im Hochsommer hat sich dann Nachwuchs im Friesen-Areal angekündigt – nein, kein leiblicher Nachwuchs in Form eines brüllenden Mini-Menschleins, sondern ein Boxer-Welpe namens (Miss) „Floppy“ vom Adelsgeschlecht „von den kecken Recken“ (kein Scherz):

Bis auf die sachgemäße Installation eines Futternapfes und das willkürliche Verteilen einiger Hunde-Knautsch-Utensilien im Garten hat das neue Familienmitglied eigentlich wenig mit der Haus- und Gartengestaltung zu tun. Wir wollten dem Floppy-Dog aber einen Hundezwinger samt Hundehütte bereitstellen, damit sie in ihrem Garten-Revier einen Rückzugsort hat und damit wir bei zeitweiliger Läufigkeit die Annäherung lüsterner Rüden unterbinden können 😉

Hierzu haben wir von Lisa’s Eltern einen formschönen Zwinger „vererbt“ bekommen, den bereits Mischlingshund Atos eingewohnt hat. Das Bauwerk war dann binnen eines halben Tages zusammengebaut. Darin wurde dann noch eine gedämmte Hundehütte installiert – fertsch! Naja, ihr Lieblingsaufenthaltsort ist’s nicht gerade geworden – im Zwinger verpasst man ja viel zu viel 😉

Die Entwässerung – Reloaded

Mit Fertigstellung der Entwässerung am Friesenhäusle dachten wir ganz naiv, dass damit ja nun sämtliche Gefahren durch Wasserschäden gebannt wären. Was wir bei den zahlreichen Regengüssen im Sommer leider schmerzlich erfahren mussten ist, dass unser sehr tief gelegener Schuppen (neben besagtem Hundezwinger) den strömenden Fluten seitens der Teletubbie-Wiese bei Starkregen nicht viel entgegenzusetzen hatte, so dass sich zuweilen das Regenwasser großzügig im Schuppen verteilte. Ergo: Es musste auch hier eine Entwässerung her. Wir haben uns für eine Drainage unterhalb einer Ablaufrinne entschieden, die liebevoll von Sickersteinen umsäumt ist – naja, solange halt das Floppy-Tier die Anordnung nicht neu sortiert. Auf jeden Fall sind die Zeiten eines gefluteten Schuppens nun passé.

Die fallenden Äste

Als ob die verrückte Witterung im Jahr 2017 in Form der Wasserfälle nicht schon genug Schaden angerichtet hätte, kam im Herbst noch Herbststurm „Xavier“ um die Ecke, der in der gesamten Gemeinde und Umgebung ordentlich Einzug gehalten hatte. Auch unser Paradies-Garten blieb davon nicht verschont. Ein kapitaler Ast des Hängematten-Ahorns hat dem Druck leider nicht standgehalten und sich mit einem kräftigen „Knack“ gefolgt von einem „Rrrrrrumms“ dem Friesenhaus sehr aufdringlich zugewandt:

Der Schaden war mit einem  kleinen Einsatz der nachbarschaftlichen Kettensäge recht schnell beseitigt. Das zeigt aber eindrucksvoll, wie schnell die umliegenden Bäume unserem neuen Friesenbauwerk gefährlich werden könnten 🙁 Hoffen wir mal, dass Fortuna unserem Friesen-Domizil hold bleibt.

Die fehlenden Zimmer

Nachdem die Gartensaison spätestens im November ein jähes Ende fand, wollten wir uns wieder den Projekten im Haus-Inneren widmen. Geeenau, den beiden eingangs erwähnten fehlenden Zimmern. Dafür kam mir der Resturlaub im Dezember sehr gelegen. Da sich nun erfreulicherweise auch menschlicher Nachwuchs angekündigt hatte, wollten wir uns damit auch garnicht mehr soooo viel Zeit lassen. Nun musste also der Rohzustand der verbliebenen Räume  in ein bewohnbares Kinder- und ein Gästezimmer verwandelt werden.

Kinderzimmer – Rohling:

Kinderzimmer – veredelt:

Wie das genau vonstatten ging, ist im Beitrag Bring Farbe ins Spiel(zimmer)! mal beschrieben.

FAZIT & AUSBLICK

Nach all den gewuppten Projekten kann man die vergangenen 12 Monate durchaus nicht als tatenlos bezeichnen. Innen wie außen haben wir uns ein gemütliches Domizil geschaffen. Nichts desto trotz gibt es speziell im Garten noch viiiiiiele Baustellen, die angepackt werden wollen. Geplant sind dieses Jahr neben Einfahrtstor und Kaminholz-Unterstand auch größere Projekte wie Hecke setzen (ca. 100 Pflanzen), Terrasse pflastern und einen Schatten spendenden Gartenpavillon errichten. Mal schauen, was von den ambitionierten Plänen auch wirklich umgesetzt wird … schließlich kündigt sich ja im Mai das schönste und wichtigste aller „Projekte“ an: der putzige Nachwuchs 🙂

 

 

 

 

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