Grundstückskosten

Kaufsumme Grundstück

Die zweithöchste Position des Hausprojektes ist die nackte Kaufsumme des Grundstücks. Wie jeder Nice&Shiny-Makler Euch sagen wird, gibt es drei Kriterien für Grundstückspreise: Lage, Lage und Lage. Naja, auch wenn das ganz sicher nicht der einzige Faktor ist, wirkt sich die nahegelegene Infrastruktur tatsächlich am allermeisten auf den Kaufpreis aus. So haben im Berliner Raum die an das S-Bahnnetz angebundenen Orte gerne mal den doppelten bis dreifachen Grundstückspreis gegenüber denen, wo nur zwei Mal am Tag ein Klecker-Bus durchfährt. Auch Infrastruktur-Faktoren, wie nah gelegene Einkaufsmöglichkeiten, Ärzte, Kitas und Schulen zählen da mit hinein. Neben der Lage sind aber auch Faktoren wie Ausbauzustand der Straße, Häuser oder Bäume auf dem Grundstück oder Lärmpegel in der Umgebung für den Kaufpreis ausschlaggebend. Mehr Infos dazu findet Ihr im Bereich Die Grundstückssuche. Für die m²-Kosten des Wunschgrundstücks ist sicherlich der Bodenrichtwert ein ganz guter Indikator. Allerdings hinkt dieser den Marktpreisen gerade in den letzten Jahren oft hinterher. Schaut daher einfach mal eine Zeit lang in die Immobilienportale.

Kostenpunkt: Brandenburg: 30 – 200€/m² in bauüblichen Lagen


Abwicklung Grundstückserwerb und Grundschuldbestellung

Habt Ihr nun das Traumgrundstück erhascht, läuft die gesamte Kaufabwicklung über einen Notar. Die lieben Notare haben hierfür gesetzlich festgelegte Vergütungsvorschriften, die es für Euch in sich haben. Denn sämtliche Leistungen müssen vom Käufer getragen werden. Dazu zählen Auflassungsvormerkung und Grundbucheintrag sowie die Grundschuldbestellung für die finanzierende Bank. Um noch vor Abschluss aller amtlichen Formalitäten mit dem Bau beginnen zu können, sollte die Kaufsumme des Grundstücks auf einem treuhänderischen Notaranderkonto hinterlegt werden, was ebenfalls dem Käufer zu Lasten geht. Alles in Allem also kein billiges Vergnügen.

Hinweis: Die Notargebühren werden bei einer Immobilienfinanzierung nicht mit berücksichtigt, müssen daher aus dem Eigenkapital erbracht werden.

Kostenpunkt: 3-4% des Grundstückskaufpreises


Grunderwerbssteuer

Das Finanzamt möchte natürlich auch ein Stück vom Kuchen haben. So wird gemessen am Kaufpreis des Grundstücks eine prozentuale Abgabe an den Staat fällig, die je nach Bundesland unterschiedlich hoch ausfallen kann.

Wenn ein Grundstück mit Bauträgerbindung erworben wird, d.h. der Grundstücksverkäufer auch der Bauträger ist, dann fällt die Grunderwerbssteuer für Grundstück und Haus an, selbst wenn das Haus zum Kaufzeitpunkt des Grundstückes noch nicht einmal geplant ist. Es wird jedoch ein wirtschaftlicher Zusammenhang unterstellt – klingt sinnfrei, ist aber so.

Hinweis: Die Grunderwerbssteuer wird bei einer Immobilienfinanzierung nicht mit berücksichtigt, muss daher aus dem Eigenkapital erbracht werden.

Kostenpunkt: derzeit zwischen 3,5 und 6,5% des Grundstückskaufpreises


Maklergebühren

Die Maklergebühren – auch Courtage oder Maklerprovision genannt – sind eine finanzielle Aufwandsentschädigung für die Beratung und Vermittlung des über den Makler erworbenen Grundstückes (natürlich nur dann, wenn es auch über einen Makler läuft). Auch wenn das Preis-Leistungs-Verhältnis für Maklerleistungen durchaus umstritten ist, kommt man beim Immobilienerwerb oftmals nicht daran vorbei, da die meisten Verkäufer die Käufersuche bequem dem Makler überlassen und die Abwicklung dann auch über diesen laufen muss. Diese Gebühr ist im Gegensatz zum novellierten Mietrecht bei Haus- und Grundstückskäufen auch weiterhin durch den Käufer zu tragen.

Hinweis: Die Maklergebühren werden bei einer Immobilienfinanzierung nicht mit berücksichtigt, müssen daher aus dem Eigenkapital erbracht werden.

Kostenpunkt: i.d.R. 7,14% des Immobilienkaufpreises (inkl. Steuern)


Alle gemachten Angaben sind eigene Erfahrungswerte oder basieren auf denen von Freunden und Bekannten. Die Angaben sind ohne Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit.