Dachboden-Debakel Reloaded

Es ist ja nicht so, dass uns der Dachboden während der Bauphase nicht schon genug Ärger bereitet hätte (siehe Beitrag Dachboden-Drama).

Nun hatten wir kürzlich bei der Begehung auch noch das Adrenalin-steigernde Event, fast durch eine Diele mitten im Gang durchzubrechen, um dann sanft noch von der Dämmung abgefangen zu werden. Blöder Verarbeitungsfehler, könnte man denken. Wir haben dann aber mal den Dachboden beräumt und sind vorsorglich alle potentiellen Freiflug-Stellen durchgegangen. Hier sind wir auf sage und schreibe 30 – in Worten: dreißig – Stellen gekommen, bei denen entweder bereits die Lattung gebrochen ist oder die Bretter an den Übergängen beim „seichten Tritttest“ bereits so elastisch nachgeben, dass ein Brechen hier über kurz oder lang ebenfalls unvermeidlich ist.

Hier mal eine kleine Kostprobe des Hindernis-Parcours:

    

Macht ja nichts, könnte man denken – dazu baut man ja mit einem gut bezahlten Bauträger, um das im Rahmen der 5-jährigen Gewährleistung im wahrsten Sinne abzufedern. Unser ehemaliger Bauleiter hat hierzu auch die Trockenbaufirma CCS, die das Werk damals in die Tat umgesetzt hat, zur Besichtigung gebeten. Das Resultat für Firma CCS war dann jedoch ernüchternd – zumindest für uns. Wir hätten die Dielen derart stark belastet, dass ein Brechen unvermeidbar gewesen sei. Wie das denn? Na, weil wir den Dachboden als Wohnraum genutzt hätten.

Interessanter Ansatz, wenn man bedenkt, dass es sich hierbei um einen unausgebauten, ungedämmten Dachboden handelt, auf dem aktuell Minusgrade herrschen und der lediglich über eine schmale Klapptreppe mitten im Flur erreichbar ist. Zumal dort nur Pappkartons und kleinere Gegenstände lagerten, was auch die Begehung durch den Trockenbauer gezeigt haben dürfte. Aber solche Sachen möchte man doch dort auch lagern dürfen, wenn man für 700€ einen 30m²-Dachboden als Stauraum ausbauen lässt, oder?! Aber wir wollen ja nicht meckern: Firma CCS hat uns angeboten, den Dachboden gegen Bezahlung zu erneuern. Vielen Dank für dieses tolle Angebot – wir werden darüber nachdenken – oder auch nicht!

Warum es nun wirklich zu diesen Brüchen kam, steht aktuell noch in den Sternen. Fakt ist, dass in vielen Bereichen Nut und Feder nicht ordentlich sitzen. Mutmaßungen seitens Firma CCS sind hingegen, dass neben unserer besagten „Wohnnutzung“, dass Holz nunmal einer natürlichen Trocknung unterliege. Das stimmt, trockenes Holz muss selbstverständlich brechen – wir Dummerchen.

Wie geht es nun weiter? Unser Bauleiter ist derzeit noch in Abstimmung mit Firma CCS und möchte sich aktuell noch nicht weiter dazu äußern. Sollte diese – wie wir finden – betrügerische Haltung auch durch Firma Roth geteilt werden, werden wir im nächsten Schritt ein unabhängiges Schadensgutachten erstellen lassen. Wir hoffen jedoch, dass man bei Firma Roth den Tatsachen etwas objektiver ins Auge schaut und sind gespannt, wie es weitergeht. Wir werden berichten…

 

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