Bring Farbe ins Spiel(zimmer)!

Nachdem die Garten-Saison nun wohl endgültig vorbei ist, kann man sich wieder den kleinen und großen Projekten im Friesen-Domizil widmen. Zu den größeren Themen zählen hier ganz klar die beiden Zimmer, die wir noch dezent ignoriert und ungenutzt im Rohzustand belassen haben:

 

Da sich nun jedoch quirliger Nachwuchs angekündigt hat und sich auch ein Gästezimmer als recht praktisch erweisen würde, mussten die Räume nun Farbe bekennen … ähm bekommen.

Bevor sich die rohen Räumlichkeiten jedoch als streichfertig betiteln konnten, bedurfte es einiger Vorbereitungen. Zunächst mussten die schon recht glatt verputzten Wände mittels Spachtelmasse und Schleifpapier von letzten Dellen und Kratzern befreit werden sowie Fugen zwischen Wänden und Decken vernünftig mit Acryl verfugt. Anschließend haben wir alles großzügig mit Tiefengrund bepinselt. Das sorgt dafür, dass später die Farbe nicht all zu sehr in die Putz- und Trockenbauwände einzieht und man spart somit teure Farbe. Dann noch Fenster und Türen abkleben und schon konnte es losgehen.

Nachdem die lästigen Vorbereitungen nun abgeschlossen waren, kam die Farbe ins Spiel. Getreu dem Motto „von oben nach unten“ erhielten zunächst die Decken und dann die Wände den gemeinschaftlich ausgewählten Farbanstrich. Mit 1x Streichen war es trotz guter, wertiger Farben leider nicht bei allen Farben getan – speziell weiß auf Gipskarton war nicht sehr deckfreudig. Man sollte daher bereits beim Farbkauf die doppelte Fläche der Decken und Wände (+20% Reserve) einrechnen.

Nach dem Anstrich sah das Ganze denn schon fast wie ein Zimmer aus. Hier am Bsp. des Gästezimmers:

  

Recht aufwändig stellte sich das Kinderzimmer heraus, da die Wand nicht nur (horizontal) zweifarbig bemalt werden, sondern dann auch noch mit einer drolligen Bordüre verziert werden sollte. Das ganze Prozedere war unter eifrigem Einsatz von Bleistift und Wasserwaage mit einer selbstklebenden Bordüre aber nicht übermäßig kompliziert.

 

Ganz unten fehlte nun noch ein nicht ganz unwichtiges Detail – der Fußboden. Den haben wir uns bewusst bis zum Schluss aufgehoben, damit man beim Malern nicht allzu akribisch aufpassen muss, wenn schwerkraftbedingt doch mal etwas Farbe auf den Boden kleckert.

Wir haben uns auch für die beiden Zimmer für robustes und pflegeleichtes Laminat in heller/gräulicher Holzoptik entschieden. Vor dem eigentlichen Verlegen des Laminats bedurfte es zunächst einer Trittschalldämmung. Die Auswahl selbiger ist eine Wissenschaft für sich: Neben Belastungs- und Schalldämmeigenschaften muss vor allem die Wärmedurchlässigkeit beachtet werden. Während bei fußkalten Altbauwohnungen eine gute Dämmung von Vorteil ist, muss beim Einsatz von Fußbodenheizungen möglichst viel Wärme durchgelassen werden. Dann endlich das richtige Material gefunden, ging das Verlegen der Dämmmatten dank „Puzzle-System“ schnell und kinderleicht von der Hand. So sah das Ganze dann aus:

War das nun geschafft, konnte das Laminat sinnvoll auf dem Boden angeordnet werden. Hier empfiehlt sich generell: Immer hin zur Hauptlichtquelle (Fenster) verlegen und nicht quer dazu. Ansonsten sollte man einige Utensilien parat haben, die das Leben des „Laminators“ erleichtern. Das sind z.B. Abstandhalter-Klötze zu den Wänden, einen Laminat-Cutter, Stichsäge, Zollstock, Bleistift, Winkel sowie Hammer & Hauklotz. Für die Sockelleisten empfiehlt sich außerdem eine Gehrungssäge und ggf. Schlagbohrer und Akkuschrauber.

Zum Verlegen selbst gibt es ja bei einschlägigen Videoportalen genug Videos – ist bei Klick-Laminat auch nicht allzu kompliziert. Ergänzend dazu ist nur zu empfehlen, Laminat immer zu zweit zu verlegen, da einerseits das „Einklicken“ der Laminatreihen bei breiten Räumen allein unmöglich bzw. mit Wahnsinn  & Wutausbrüchen verbunden wäre und man andererseits so immer jemanden zum Klugschnacken hat 🙂 Danke an den Schwiegerpapa für die helfenden Hände.

War das Laminat dann verlegt, waren nun noch die Sockelleisten an der Reihe. Auch hier gibt es von verschiedenen Herstellern diverse Lösungen zum Anschrauben oder Verkleben – je nach Vorliebe. Wir haben farblich zum Laminat passende Leisten zum Anschrauben gewählt, damit man sie bei späteren Wandanstrichen einfach nochmal abnehmen kann. Die Sockelleisten werden an den Ecken auf Gehrung gesägt (45°) und dann liebevoll befestigt – fertig!

Wie Ihr seht, kommen auch nach dem Einzug immer noch schöne Projekte, die das Leben im Eigenheim nie langweilig werden lassen 🙂

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