Bewertung Fa. Roth – Zuverlässigkeit & Termintreue

Das Thema Termintreue und die damit verbundene Zuverlässigkeit war nicht gerade ein Kapitel, mit dem Firma Roth glänzen konnte.

Die Zahlen sprechen für sich

Ganz objektiv zusammengerechnet, sind von der Vertragsunterzeichnung bis zur Schlüsselübergabe sage und schreibe 1 Jahr und 5 Monate ins Land gegangen, wovon dem Konto der Fa. Roth hier lediglich die 3 Monate für den Bauantrag abzuziehen sind. In Anbetracht der Tatsache, dass die reine Bauzeit eines nicht unterkellerten Einfamilienhauses in der Regel in 5-6 Monate betragen sollte, kann in unserem Fall mit über 7 Monaten nicht gerade von einer terminlichen Glanzleistung gesprochen werden. Die zu Baubeginn definierte Planung hat sich durch zahlreiche Verschiebungen um volle 2 Monate nach hinten verlagert. Firma Roth hat sich selbstverständlich mit einer vertraglichen Bauzeit von 8 Monaten ab offiziellem Baubeginn gut gegen Strafzahlungen abgesichert – was an den Tatsachen jedoch wenig ändert.

Vorplanung mit Verzögerungen

Es haben sich aber bereits in der Planungsphase viele Verzögerungen ins Geschehen geschlichen. So dauerten allein Entwurfs- und Feinplanung bis zum eingereichten Bauantrag happige 2,5 Monate. Als der Bauantrag dann genehmigt war, dauerte es nochmals knapp 2 Monate, bis der erste Spatenstich erfolgte. Grund hierfür waren eine verspätete Statikberechnung durch das Planungsbüro und mehrmals aufgeschobener Baubeginn durch den Bauleiter.

Pech mit den Gewerken

Ging das Baugeschehen dann endlich mal los, ging es nicht viel besser weiter. Die Mitte der Bauphase war vermeintlich mit ziemlich viel Pech mit den Gewerken gespickt. Das extremste Beispiel war die Verklinkerung des Hauses, die ursprünglich im September abgeschlossen sein sollte, letztendlich aber erst im Dezember mit einer kleineren, frostbedingten Verzögerung beendet werden konnte. Grund war wohl, dass die ursprüngliche Klinkerfirma mangels Personal die Leistung nicht erbringen konnte und eine daraufhin beauftragte Firma aus uns unbekannten Gründen dann auch nicht begonnen hatte. Erst die dritte Klinkerfirma Schmidt Klinkerbau hatte die Friesenhülle dann unter großem Einsatz noch rechtzeitig vor dem Winter fertiggestellt – zudem noch mit kleiner Fehlplanungseinlage der Stichbögen dank unseres Bauleiters. Das war aber nicht die einzige Verzögerung beim Bau: Auch die erste Innenputzfirma konnte aufgrund von hohem Krankenstand die Leistung nicht erbringen, was dann wiederum durch eine andere Firma durchgeführt werden musste. Ob und inwiefern Firma Roth für diesen ganzen Schlammassel planungs- und kostensparbedingt verantwortlich ist, können wir nicht bewerten. Fakt ist jedoch, dass es bei unserem Bauvorhaben mehrere Zeiträume mit absolutem Stillstand gab, die sich mit geschickter Planung sicherlich hätten vermeiden lassen.

Bau-Boom erfordert geschickte Bauplanung

Zuverlässigkeit und Termintreue waren also beim ganzen Bauvorhaben oftmals nicht gegeben.  Die zahlreichen Verzögerungen haben uns dann in der Schlussrechnung finanziell getroffen. Zum Einen mussten wir bei der Bank in den letzten Monaten Bereitstellungszins zahlen, da der Kredit nicht rechtzeitig abgerufen werden konnte. Zum Anderen knabbert die Doppelbelastung der Rate bei gleichzeitig weiterlaufenden Mietkosten ordentlich am Haushaltsbudget. Wir bekamen durchaus des öfteren auf der Baustelle mit, dass die Gewerke ordentlich unter Termindruck stehen und bis über beide Ohren ausgelastet sind – Bauboom sei Dank. Dennoch meinte hier unser Baugutachter, dass auch bei aktuellen Bauprojekten durchaus noch die 5-6-monatige Bauzeit bei nicht unterkellerten Häusern erreicht wird – die schnellsten (und sicherlich teuersten) Firmen schafften es sogar in 3 Monaten! Es sei halt vieles eine Frage der Planung …


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