Bewertung Fa. Roth – Fairness

Soviel sei vorab gesagt, der Punkt Fairness ist das, was uns bei Fa. Roth mangels Vorhandensein am meisten enttäuschte. Hierbei dreht sich das meiste – worum auch sonst – um das liebe Geld.

Obacht bei Angebotserstellungen

Während die Bauleistungsbeschreibung (BLB) noch mit Transparenz glänzte, hat die Angebotserstellung das Bild bereits getrübt. Schon bei den Vertragsverhandlungen mussten wir hinsichtlich der Angebotszahlen argwöhnisch aufpassen und das Angebot mehrmals korrigieren lassen – da gingen wir noch von einer gewissen Zerstreutheit unserer Vertriebsbeauftragten aus, die immer damit argumentierte, dass das neue SAP-System noch nicht so recht funktioniert. Diese für uns ab diesem Zeitpunkt gebotene Vorsicht zog sich dann aber durch den gesamten Planungsprozess. Speziell nach der Bemusterung wurden uns Nachtragsangebote erstellt, die wir genau kontrollieren und mehrmals anpassen lassen mussten. Mündlich zugesagte Inklusivleistungen waren auf einmal als Kostenpunkt vertreten. Bestimmte Leistungen aus der BLB, die für uns nicht zutrafen, wurden erst auf Nachfrage unserseits entfernt. Man könnte hier sicherlich von mehreren menschlichen Versehen sprechen, nur waren diese fast ausschließlich zu Gunsten von Fa. Roth.

Aufpreis vs. Gutschrift

Wir hatten außerdem das Gefühl, dass bei Aufpreisen nicht ansatzweise der gleiche Maßstab wie bei Gutschriften erfolgte. Beispiel gefällig? Während ein Dachkastenanstrich oder das Verspacheln der Geschossdecken jeweils mit horrenden 1.400€ veranschlagt wurde, hat man uns z.B. für eine entfallene Marmor-Fensterbank brachiale 16€ gutgeschrieben. Dies waren sicherlich zwei Extrembeispiele, dennoch hat sich diese Tendenz für uns mehrfach offenbart. Prägend war für uns ein spezielles Erlebnis bei einer Gutschrift. So sollten im Ursprungsangebot für die Verlegung von OSB-Platten auf dem Dachboden 1.770€ veranschlagt werden. Als wir uns zu einem späteren Zeitpunkt gegen die Position entschieden und um Verrechnung gebeten hatten, wurden uns nur 1.140€ gutschrieben – Tippfehler könnte man denken. Auf Nachfrage hin wurde uns dann die Differenz auch ausgeglichen, aber die Begründung hat uns aus den Latschen gehauen:  Die Vertriebsbeauftragte hätte wohl nicht den Standardpreis (1.140€) dafür berechnet, sondern diesen auf besagte 1.770€ (=150%!!) erhöht – warum das denn?! Anstatt einer Begründung hatte man diese Aussage dann nach einem Gespräch mit Hr. Roth von allen Seiten revidiert und sich für die Verwirrungen entschuldigt. Ein bitterer und wenig vertrauensbildender Nachgeschmack bleibt damit aber erhalten. 

Bauphase nur mit Baugutachter

Diese auf Vorsicht getrimmte Einstellung haben wir dann natürlich auch während der Bauphase beibehalten. Wie bereits erwähnt, war unser Bauleiter hier anstatt auf Kundenzufriedenheit auch nur auf strikte Vertragserfüllung bedacht. Und selbst dies manchmal nur wenn der Bauherr darauf besteht – so jedenfalls war des öfteren unser Eindruck. Wir waren daher heilfroh, unseren Baugutachter als neutrale Instanz immer mit im Boot zu haben. Nicht zuletzt auch deswegen, weil der Bauleiter uns Bauherren öfter mal das Gefühl gegeben hat, nicht mitreden zu können oder müssen. Das mag bei vielen baulichen Belangen auch stimmen, aber oftmals waren es einfach Themen, wo der gesunde Menschenverstand genügt. Um sich als Bauherr also einfach zurückzulehnen und jeden machen zu lassen fehlte uns nach all diesen Erfahrungen schlicht und einfach das Vertrauen in Fa. Roth.


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