Aktion Auenland – Teil 1

Kaum wird das Wetter frühlingshaft, zieht uns der Garten in seinen Bann. Welcher Garten denn? Bisher ist’s ja nur ein 80m³-Erdhaufen mit etwas Kraterlandschaft drumherum gewesen…

Das wollten wir ändern und hatten uns nun entschlossen, den Berg zu beseitigen. Die Frage „Entsorgen oder verteilen?“ hatte sich nach dem Inserat beim Hammer-Auktionsportal den ersten Angeboten schnell geklärt. Während die Entsorgung gut und gerne bei 1.500 – 2.500 Euro gelägen hätte, waren wir für Durchsieben und Verteilen bei gut 700 Euro dabei. Immernoch ein Haufen Geld für einfach nur Erde bewegen, aber irgendwie muss der Rodelberg ja langsam mal weg.

So hatten wir uns im harten Preiskampf für die Firma Walter Stein & Erden entschieden. Das Angebot klang zunächst gut, der Besitzer war recht freundlich und wir bekamen richtig flott einen Termin. Ernüchterung kam dann leider bei der Realisierung des Vorhabens. Während das Heraussieben von Steinen und Ästen qualitätiv noch ganz gut vonstatten ging, hätte das Verteilen der Erde unserer Meinung nach kaum liebloser und schlampiger hätte vonstatten gehen können. Anstatt es komplett auf dem Grundstück zu verteilen, wurde der Berg mehr oder weniger nur breitgefahren. Zum Schluss waren noch diverse Erhebungen und selbst die tiefen Furchen des Treckers erkennbar. Als Krönung hat uns der Baggerfahrer dann noch den Komposter verbeult – Respekt!

Insgesamt hatten wir dann noch eine ganze Menge zu schippen und zu harken, um es noch halbwegs ansehnlich zu machen. Nichts desto trotz hatten wir nun anstatt einer geraden, seicht abfallenden Fläche nun eher ein Teletubbie-Land, aus dem wir nun Frodo’s Auenland zaubern müssen – das erfordert schon kreative Gartengestaltung 😉 Alles in allem ist es also  für uns keine Empfehlung, hier preisgetrieben eine unbekannte Firma über so ein Auktions-Portal anzuheuern 🙁

Dass es auch noch Qualität und Handwerkerehre gibt, hat heute spontan ein Baggerfahrer der Firma Oevermann bewiesen, die just heute zum Ausbau unserer Straße angereist sind. Nachdem nämlich nun über einen Bekannten drei große Ladungen Mutterboden (á 22m³) geliefert wurden, hatte der Baggerpilot sofort angeboten, es für uns zu verteilen. Innerhalb einer Stunde hat er das in einer Qualität planiert, die sich sehen lassen kann…

Damit nicht genug, war für ihn das Wort Bezahlung kein Thema – „Einfach die Tage mal ein Käffchen bereitstellen und nach Feierabend mal einen Blick auf den Bagger werfen, damit nicht die Vandalen darüber herfallen“. Ohne Worte, wir sind einfach nur begeistert und dankbar dafür!

Die nächste Ausbaustufe der Auenland-Aktion ist dann das Sähen von saftigem Rasen. Das muss allerdings noch bis nach dem Sommerurlaub warten, da der Rasensamen dann einige Wochen mehrmals täglich gegossen werden muss. Also lassen wir es sprichwörtlich nun erstmal sacken.

To be continued…

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